Linux
Gnome-Shell – was macht das Ding denn eigentlich?
by Kweck on Jan.23, 2010, under Allgemein, Linux
Hier als Ergänzung zu meiner kurzen Anleitung wie Gnome-Shell installiert wird (siehe unten bzw. link) noch ein paar Worte zu dem, was denn Gnome-Shell nun überhaupt bringt.
Da Bilder mehr sprechen als tausend Worte, erkläre ich die Oberfläche anhand von eben solchen.
Zuerst einmal – Gnome hat keine 2 Panels mehr. Das untere Panel entfällt. Das Obere verändert sich ein wenig.
Links findet man den menüpunkt “Aktivitäten” – hierunter verbirgt sich alles, was man vorher in mehreren Menüs hatte. Programme, Orte, Settings, Suche…
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In der Mitte gibts die Uhr nund rechts wie gewohnt das Benachrichtigungsfeld mit den Tasks und der Logout Menüpunkt.
Notifications, also alles was aufpoppt und was meldet wie z.B. Termine, erscheinen in einem schönen, leicht transparenten Balken unten wo ehemals auch ein Panel war.
Das “Tabben” – also wechseln von Fenstern per Alt+Tab Tastenkombi hat eine kleine aber feine Funktion dazu bekommen. Sicher das Unspektakulärste, aber dennoch Sinnvoll.
Drückt man Alt+Tab bekommt man eine Liste der geöffneten Programme. Hat ein Programm mehr als nur ein Fenster offen kann man das an einem Dreieck darunter erkennen. “Tabbt” man nun bis zu diesem Programm und drückt die “Pfeil runter” Taste erscheinen die Fenster und man kann gezielt dorthin wechseln.

Am interessantesten ist aber sicherlich das Menü “Aktivitäten”.
Geht man mit der Maus bis in die obere Linke ecke oder klickt man auf Aktivitäten _oder_ drückt man die Super-Teste (Windowszeichen) passiert ziemlich viel.
Zum einen, wer hätte es gedacht, geht das Menü auf und zeigt
Parallel dazu werden auf dem Hauptteil des Bildschirm alle virtuellen Desktops verkleinert dargestellt, und jeweils darin die dort offenen Fenster gekachelt abgebildet.
Dies ermöglicht ein sehr schnelles auffinden und wechseln von Fenstern.

Durch anwählen der Menüunterpunkte “Anwendungen” oder “Zuletzt verwendete Dokumente” klappt eine erweiterte Ansicht auf und man kann nach weiteren Programmen oder Dokumenten suchen.

Da der Cursor nach dem öffnen sofort in der Suchleiste aufzufinden ist, kann man auch direkt anfangen nach Programmen oder Dateien suchen.
Ein schnelles erweitern oder reduzieren der Desktopanzahl ist ebenfalls möglich.

So weit der kurze Überblick. Sollte ich noch mehr entdecken werde ich berichten.
Gnome-Shell installation unter Ubuntu 9.10
by Kweck on Jan.23, 2010, under Allgemein, Linux
Ich habe mal das “Abenteuer” gewagt und mir Gnome-Shell unter meinem Ubuntu Karmic (9.10) installiert.
Gnome-Shell ist wird die Benutzeroberfläche von Gnome 3 werden. Auf der im folgenden verlinkten Seite wird es als “Neudefinition der Benutzerinteraktion” betitelt.
Ganz so revolutionär wie es sich anhört ist es dann doch nicht ganz. Aber ich bin schwer begeistert. Daher auch der Artikel in meinem sonst so unbenutzten Blog.
Ich möchte an dieser Stelle nur die Schritte zur Übersetzung und Installation von Gnome-Shell in deutsch zusammenfassen da nicht jeder unbedingt des Angelsächsischen mächtig ist. Gerne können in den Kommentaren Ergänzungen und Ratschläge hinterlassen werden.
Hier die original Seite auf Gnome Life: http://live.gnome.org/GnomeShell#building
Das hier verwendete JHBuild Setup verändert nichts an dem laufenden System. Von daher kann man darauf verzichten extra eine VMWare oder VirtualBox für das testen von Gnome-Shell aufzusetzen. Abgesehen davon haben die keine sonderlich gute 3D Unterstützung. Diese ist aber für Gnome-Shell notwendig.
Um das setup herunter zu laden muss folgender Befehl eingegeben werden:
curl -O http://git.gnome.org/browse/gnome-shell/plain/tools/build/gnome-shell-build-setup.sh
Sollte curl noch nicht instalkliert sein kann dies mit
sudo aptitude install curl
nachgeholt werden um danach nochmal obigen Befehl abzusetzen.
Nach dem download noch
/bin/bash gnome-shell-build-setup.sh
und dann rattert die Maschine ein wenig.
Das Script erstellt im home Ordner eine Datei Namens .jhbuildrc-custom in der manche Einträge nach Wunsch editiert werden können. Ich habe alles gelassen wie es war.
Danach kann man die Shell mit ihren Abhängigkeiten bauen in dem man
jhbuild build
engibt.
Als Hinweis wird hier erwähnt, dass es “eigentlich zuverlässig laufen sollte”. Bei mir tat es das. Wenn nicht kann man gerne bei den Entwicklern nachfragen.
Sollte man erst probleme gehabt haben kann man den Buildprozess folgendermaßen neustarten:
jhbuild build -f -a -c
Starten von Gnome-Shell
Man kann Gnome Shell auch “nested”, also innerhalb eines Fenster der aktuell laufenden Gnome-Umgebung laufen lassen. Dies wird aber nicht empfohlen. Ich habe Gnome-Shell auch ganz normal per “replace” statt gnome-panel gestartet und es tut seinen Dienst super und zuverlässig.
Mit folgenden 2 Befehlen wird Gnome-Shell gestartet:
cd ~/gnome-shell/source/gnome-shell/src
./gnome-shell --replace
Man kann Gnome-shell dann einfach per STRG-C im Terminal, indem man es gestartet hat, wieder stoppen und gnome-panel sollte wieder von alleine starten.
Im Zweifelsfall, sollte das Panel und/oder die Fensterdekoration nicht erscheinen, einfach per
gnome-panel &
bzw.
metacity &
neu starten.
Nach einem reboot ist ohnehin alles wieder beim alten.
Einige Hinweise noch:
Diese können natürlich wie gewohnt wieder über System -> Erscheinungsbild -> Visuelle Efekte aktiviert werden.

